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Inhalt:
Allgemeines
Standort
Licht
Pflanzsubstrat
Wasser
Düngung
Pflegetips


Allgemeines

Citruspflanzen sind Pflanzen, die in warmen und sonnenreichen Gebieten natürlich vorkommen. Dementsprechend sind die Ansprüche an die Umweltbedingungen für optimales Wachstum: Warm, viel Sonne und nicht zu nasser Boden sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Gedeihen. Das bedeutet aber nicht, daß eine Kultur nur unter optimalen Bedingungen möglich ist. Denn Citruspflanzen wachsen auch dann recht gut, wenn z.B. die Sonne nicht in mediterraner oder gar tropischer Intensität scheint.


Standort

Citruspflanzen mögen warme, sonnige und zugarme Standorte. Allerdings sollten Wärme und Sonne in einem proportionalen Verhältnis zueinander stehen , d.h. je wärmer es ist, desto mehr Licht sollte man der Pflanze bieten. Bei zuviel Wärme und guter Wässerung bei gleichzeitig wenig Licht vergeilen die Pflanzen, d.h. sie bilden weiche, instabile Triebe aus, die sich fast selbst nicht tragen können, und neigen zu Monsterwuchs der Blätter. Dies ist ein Punkt, dem man insbesondere bei der  Überwinterung Beachtung schenken muß.

Geeignet sind Balkone und Terrassen, die obige Bedingungen erfüllen, und Fensterplätze in normal geheizten Zimmern. Insbesondere im Winter können Südfenster jedoch zum Problem werden, da hier die Sonne hinter Glas sehr brennen kann. Wenn es infolge schlechten Wetters einige Zeit lang recht düster war, kann an einem sonnigen Tag leicht ein Sonnenbrand die Folge sein. Deutlich besser ist dann ein West- oder Südwestfenster geeignet. Gardinen, die allerdings nur bei sonnigem Wetter vorgezogen werden, machen aus Pflanzensicht aber auch ein Südfenster bewohnbar.


Licht

Ob der von Ihnen angedachte oder bereits schon gewählte Standort in Bezug auf das Licht der Pflanze gerecht wird, können Sie am einfachsten mit einem im Handel erhältlichen, sogenannten Luxmeter, einem Meßgerät für die Lichtintensität, feststellen. Wichtig ist, daß der Meßbereich mindestens den Bereich zwischen 700 und 5000 Lux umfaßt und daß eine einigermaßen zuverlässige und genaue Ablesung möglich ist. Solche Geräte sind entweder in Geschäften für Gartenzubehör oder auch im  Versandhandel erhältlich.

Sofern Sie einen Handbelichtungsmesser für fotografische Zwecke besitzen, der die sogenannte Lichtmessung zuläßt (d.h. mit einem milchigem Vorsatz versehen ist), können Sie auch diesen hierfür mit ausreichender Genauigkeit benutzen: Stellen Sie als Filmempfindlichkeit 18 DIN (= 50 ASA) ein. Es ergibt sich nachfolgende Zuordung der sogenannten Lichtwerte (auch EV = exposure value genannt) zur Beleuchtungsstärke. Zusätzlich ist eine Zeit-Blendenkombination angegeben, da nicht alle Handbelichtungsmesser Lichtwerte anzeigen.

 Lichtwert= Blende/Zeit Beleuchtungsstärke
 7       1/4 s bei Bl. 5,6 700 Lux      
 8       1/8 s bei Bl. 5,6 1400 Lux      
 9       1/16 s bei Bl. 5,6 2800 Lux      
 10       1/30 s bei Bl. 5,6 5600 Lux      

Die Messung sollten Sie an einem normalen Tag vor- oder nachmittags bei leicht bedecktem Himmel durchführen. Um die Mittagszeit würden Sie Werte erhalten, die zu günstige Gegebenheiten vorgaukeln. Messen Sie genau dort, wo die Pflanze steht bzw. stehen soll. Es ist erforderlich, daß Sie nicht nur ganz vorne am Fenster messen, wo es natürlich am hellsten ist, sondern auch soweit im Innenraum, wie die Pflanze Platz beansprucht. Hierbei werden Sie manche Überraschung erleben! Welche Mindestwerte eingehalten werden sollten, lesen Sie bitte in der Übersicht der  Citrusarten oder den jeweiligen detaillierten Beschreibungen nach. Geringfügige Abweichungen nach unten können u.U. toleriert werden, wenn dies nur einzelne Zweige betrifft. Messen Sie ruhig auch einmal mitten im Wohnraum oder in Raumecken, denen durchaus eine optische Aufwertung durch Pflanzen guttun würde. Sie werden dabei feststellen, daß die Beleuchtungsstärke dort meist dermaßen gering ist, daß keine Pflanze auf Dauer gedeihen kann. Künstliche Beleuchtung ist hierbei mit Vorsicht zu genießen, denn das üblicherweise verwendete Glühlampenlicht regt durch seinen hohen Rotanteil das Längenwachstum an, was zur Vergeilung der Pflanze führt. Dies gilt auch für die sogenannten Pflanzlampen auf Glühlampenbasis! Leuchtstofflampen sind hingegen sehr gut geeignet, solange sie tageslichtähnliches Licht (Lichtart "kaltweiß" o.ä.) abgeben und die Beleuchtungsstärke ausreicht. Weiterer Vorteil: Sie sind energiesparend. Teuer, gut und energiesparend sind Metalldampfhochdrucklampen (z.B. "Flora" von Osram), die speziell für diesen Zweck angeboten werden und ein bläuliches Licht wie die Metalldampflampen moderner Autos abgeben.

Bei Beleuchtung nur von einer Seite wie z.B. auf der Fensterbank sollte man, um einseitigen Wuchs zu vermeiden, die Pflanze regelmäßig drehen, damit jede Seite in den Genuß der Sonne kommt. Allerdings ist wichtig zu wissen, daß eine Pflanze eine nicht unerhebliche Energie aufwendet, ihre Blätter nach dem Licht auszurichten. Um diesen Energieaufwand so gering wie möglich zu halten, muß man entweder deutlich schneller drehen, als die Pflanze ihre Blätter ausrichten kann, oder deutlich langsamer, so daß der Energieaufwand sich auf einen langen Zeitraum verteilt und damit nicht schadet. Optimal wäre schnelles Drehen. Aber aus praktischen Gründen kommt dies wohl kaum in Frage, da pro Tag mindestens eine Umdrehung in kleinen Stufen erforderlich ist. Motorisierte Drehteller können nur dann eingesetzt werden, wenn die Pflanze beim Drehen nirgendwo hängen bleiben kann, was aufgrund der beengten Platzverhältnisse auf der Fensterbank häufig nicht der Fall ist. Praktikabel hingegen ist, die Pflanze jeden Tag um ein winziges Stück zu drehen. Wenn man täglich um 20 Grad dreht, ist eine Umdrehung (d.h. 360 Grad) nach 18 Tagen beendet.

Keinesfalls sollte man eine Pflanze z.B. einen Monat lang unbewegt stehen lassen und dann um 90 oder gar 180 Grad drehen. Dies hat erstens die Pflanze nicht gern, und zweitens führt dies zu zickzackförmigen Wuchs, da neue Triebe immer zum Licht hin wachsen. D.h. Triebe, die bisher in die eine Richtung gewachsen sind (dort, wo früher das Licht herkam), wachsen nun in eine andere Richtung (dort, wo das Licht jetzt herkommt) weiter. Dies ist optisch äußerst unschön.


Pflanzsubstrat

Wenn Sie eine Pflanze kaufen, wächst Sie meistens in einem für sie geeigneten Pflanzsubstrat. Darin kann sie solange bleiben, bis die Wurzeln aus den Abzugslöchern herauswachsen. Dann wird es Zeit zum Umtopfen. Das neue Substrat sollte für Citruspflanzen ein leicht saures Verhalten haben. Am leichtesten bewirkt man dies durch Verwendung von Torf. Torf alleine bietet jedoch kaum Nährstoffe. Deshalb muß man Kompost untermischen. Damit die Pflanze guten Halt findet und inclusive Topf einigermaßen standsicher ist, sollte man lehmige Gartenerde zusetzen. Die Zusammensetzung ist nicht sehr kritisch: Nichts falsch machen können Sie, wenn Sie von allem die gleiche Menge nehmen. Wenn Sie wollen, können Sie zusätzlich organischen Dünger wie z.B. Hornspäne oder Guano untermischen. Großen Kübelpflanzen sollte man mehr Gartenerde zusetzen, um vor allem die Standfestigkeit zu erhöhen.

Wählen Sie zum Umtopfen ein Pflanzgefäß, das nur wenig größer als das ursprüngliche ist, damit nicht das gesamte Wachstum nur in die Wurzeln geht. Füllen Sie zuerst eine 1-2 cm hohe Drainageschicht bestehend aus kleinen Steinen, Blähton o.ä. ein; dies ist sehr wichtig! Da die Wurzeln ein luftiges Substrat schätzen, mischen Sie am besten in ausreichender Menge Styroporkügelchen, Blähton, Perlite oder andere luftige Füllstoffe unter einen Teil des vorbereiteten Substrats und füllen sie damit das neue Pflanzgefäß um die Pflanze herum bis zu ca. 3/4. Da dieses mit diesen Stoffen angereicherte Substrat optisch nicht sehr ansprechend ist, können Sie den Rest mit dem nichtangereicherten Substrat auffüllen. Anschließend wird leicht angegossen und die Pflanze ein paar Tage keinen besonderen Belastungen wie z.B. voller Sonne oder extremen Temperaturen ausgesetzt, bis sie angewachsen ist.

Die beste Umtopfzeit ist das Frühjahr. Im Winterquartier darf keinesfalls umgetopft werden, da sonst die Pflanze zum Wachstum angeregt wird, obwohl die Umgebungsbedingungen meist alles andere als optimal sind. Gleiches gilt für den Spätherbst: Unnötige Wachstumsimpulse müssen vermieden werden.

Auf den Kauf von sogenannten Spezial-Substraten können Sie übrigens guten Gewissens verzichten. Denn diese bestehen sowieso meistens nur aus Torf mit geringen Nährstoffbeimengungen und ggf. Füllstoffen. Sie sind in reiner Form sowieso höchstens für kleinere Citruspflanzen geeignet. Mischen Sie besser reinen Torf, der zudem erheblich preisgünstiger ist, mit Kompost, Gartenerde und ggf. Füllstoffen. Diese Mischung ist für fast alle Pflanzen geeignet. Wer Torf skeptisch gegenübersteht (wg. Raubbau an der Natur), kann auf einen hervorragenden Ersatz ausweichen: Cocossubstrat, das quasi als Brikett in gepreßter Form im Handel erhältlich ist und vor Verwendung in einem Eimer voll Wasser aufquillt. Sehr vorteilhaft ist, daß sich auf Cocossubstrat keine Pilze und anderes ungewolltes Leben entwickeln, was Cocossubstrat ideal für die Anzucht macht. Zudem erschließt es Teilen der 3. Welt eine neue Einnahmequelle.


Wasser

Gießzeit und -menge

Citruspflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Allerding muß das Gießen mit Maß und Ziel erfolgen, da die feinen Haarwurzeln empfindlich gegen Staunässe sind. Wenn Sie Übertöpfe ohne Abzugloch benutzen, kontrollieren Sie bitte ein paar Minuten nach dem Gießen, ob sich kein Wasser in nennenswerter Menge darin gesammelt hat und beseitigen es gegebenenfalls. Grundsätzlich sollte man möglichst nicht um die Mittagszeit gießen sondern besser morgens oder abends, wenn die Sonne nicht hoch am Himmel steht. Sollte die Pflanze jedoch anfangen, die Blätter einzurollen (=Indiz für fortgeschrittenen Wassermangel), dann muß natürlich sofort Abhilfe erfolgen.

Während der Wachstumszeit vom Frühling bis in den frühen Herbst muß natürlich mehr als in der Ruhezeit gegossen werden. Ein einfacher Trick hilft, wenn man sich nicht sicher ist, ob nun gegossen werden muß oder nicht: Wenn man mit dem Zeigefinger ca. 5 cm in die Erde bohrt, kann man leicht feststellen, ob die Erde trocken, leicht feucht, normal feucht, naß oder sogar klattschnaß ist. Gegossen wird nur, wenn die Erde leicht feucht oder trocken ist. Seien Sie nicht beunruhigt, wenn die Pflanze -vor allem im Winter- nur wenig Wasser aufnimmt. Im Winter können durchaus mehrere Wochen bis zum nächsten Wässern vergehen, während im Sommer bei großen Pflanzen in kleinen Pflanzkübeln u. U. zwei Wassergaben pro Tag erforderlich sein können. Mit der Zeit bekommt man auch ein Gefühl dafür, wieviel man gießen muß. Dabei ist es nicht schlimm, wenn ein wenig Wasser aus dem Kübel wieder herausläuft. Sofern der Kübel sich in einem Übertopf befindet, muß man dann allerdings Sorge tragen, daß dieser entleert wird, damit die Pflanze nicht "mit den Füßen im Wasser steht". Dies würde ansonsten dazu führen, daß die Haarwurzeln absterben und schlimmstenfalls die Pflanze eingeht. Citruspflanzen sind diesbezüglich deutlich anfälliger als die meisten anderen Pflanzen und daher nicht für Leute zu empfehlen, die mit dem Gießen immer schon ein Problem hatten.


Anforderungen an das Gießwasser

Gießen kann man mit normalem Leitungswasser, das jedoch vor dem Gießen abstehen sollte - nicht zuletzt, um Zimmertemperatur anzunehmen. Eiskaltes Wasser mag nämlich kaum eine Pflanze. Besser ist natürlich temperiertes Regenwasser.

Wichtig ist auch, daß durch die im Gießwasser gelösten Salze der sogenannte  pH-Wert des Substrats nicht in den alkalischen Bereich gerät. Denn die meisten Citruspflanzen bevorzugen leicht saure Böden. Am einfachsten fragen Sie Ihr Wasserwerk nach der Wasserhärte. Alternativ können Sie die Härte mit Teststäbchen, die Sie im Aquariumgeschäft, im  Versandhandel oder manchmal in Baumärkten und Gartencentern erhalten können, selbst feststellen. Allerdings geht es auch mit einem einfachen Trick, mit dem Sie die Härte auf sehr grobe Weise feststellen können: Lassen Sie einen oder mehrere Tropfen Wasser auf einem sauberen, klaren und glatten Glasplättchen eintrocknen. Halten Sie das Glasplättchen dann gegen das Licht. Sind keinerlei Rückstände sichtbar, haben Sie weiches Wasser. Sehen Sie jedoch leichte oder sogar starke Kalkringe, haben Sie hartes Wasser. Wichtig ist, daß Sie ganz genau hinsehen und ggf. eine Lupe benutzen. Sofern die Wasserhärte den Härtegrad 1 oder 2 besitzt, d.h. sich der Härtegrad im Bereich zwischen 1° und 16° dH (dH = deutsche Härte) bewegt, können Sie das Wasser bedenkenlos verwenden; hartes Wasser (d.h. bei mehr als 16° dH oder Kalkringen auf dem Glasplättchen) sollte jedoch wie in  Wasseraufbereitung beschrieben aufbereitet werden.

Für die, die es genau wissen wollen: Natürlich sind streng wissenschaftlich gesehen pH-Wert und Wasserhärte zwei unterschiedliche paar Schuhe. Der  pH-Wert repräsentiert die Konzentration der Wasserstoffionen, der Härtegrad hingegen die Konzentration der härtebildenden Salze im Wasser. Allerdings ist eine hohe Wasserhärte aufgrund der hohen Konzentration an härtebildenden Salzen immer ein Indiz für einen hohen pH-Wert in Verbindung mit einem relativ hohem Pufferpotential.

Übrigens ist es richtig, daß bestimmte Citrusarten (z.B. C. aurantium) auch einen erhöhten pH-Wert tolerieren. Da Sie in aller Regel jedoch keine Kenntnis über die Art der verwendeten Unterlage haben, sollten Sie einen pH-Wert des Substrats zwischen 5,5 und 6,5 anstreben, denn der ist ausnahmslos für alle Arten optimal.


Düngung

Citruspflanzen in Kübeln sollte man während der Vegetationsperiode regelmäßig mit einem geeigneten Dünger düngen. Sofern Sie mehr über Aufbau, Wirkungsweise, Anwendung und Selbstmischen von Dünger erfahren möchten, können Sie dies in  Grundlegendes über Dünger nachlesen.

Ein optimaler Citrusdünger besitzt ungefähr genausoviel Stickstoff wie Kalium bei ein wenig reduziertem Phosphoranteil wie z.B. 8-6-8, 15-12-15 oder 8-6-10. Vielfache davon (wie 4-3-4 oder 12-9-12 statt 8-6-8) haben natürlich die gleiche Wirkung, sind aber schwächer bzw. stärker konzentriert, was man beim Herstellen der gebrauchsfertigen Düngerlösung beachten muß. Einen solchen Dünger kann man während der gesamten Vegetationsperiode verwenden. Wer es genau nimmt und seine Citruspflanzen im Frühjahr zudem nach dem Ausräumen bei der Blüten- und Fruchtbildung unterstützen will, düngt die ersten zwei bis vier Wochen ausschließlich mit einem stark phosphorbetonten und stickstoffarmen Dünger wie z.B. Thomasphosphat (0-15-20).

Was Sie überhaupt nicht benötigen, ist ein Dünger, der in großen Lettern als Citrusdünger gekennzeichnet ist. Abgesehen davon, daß diese selbsternannten Spezialdünger meistens unverschämt teuer sind, entspricht die Nährstoffzusammensetzung oft noch nicht einmal den Bedürfnissen von Citruspflanzen. Gut geeignet sind allermeistens sogenannte Grünpflanzendünger. Und wenn Sie der Industrie glauben und meinen, ein Dünger benötige unbedingt Spurennährstoffe, Vitamine usw., sollten Sie sich vielleicht zur Lektüre von  Grundlegendes über Dünger hinreißen lassen, bevor Sie sich über den Tisch ziehen lassen.

Auch Kalk (z.B. meines Wissens in Thomasphosphat und Blaukorn enthalten) ist in geringen Mengen erlaubt, selbst wenn viele Pflanzen kalkiges Wasser absolut nicht mögen. Ein Widerspruch? Das Geheimnis liegt darin, daß viele Pflanzen zwar Calcium brauchen, aber die meistens dargereichte Form, nämlich Calciumcarbonat sprich Kalkstein oder Calciumhydroxid sprich gelöschter Kalk, den pH-Wert zu sehr in die Höhe treibt. Sorgt man mit geeigneten Maßnahmen (z.B. mit Essigsäure, siehe  Wasseraufbereitung) dafür, daß der pH-Wert im "grünen Bereich" bleibt, ist Kalk grundsätzlich erlaubt. Auf darüber hinausgehende Kalkgaben sollte man aber verzichten.

Generell kann man sagen, daß infolge fehlender Düngung noch kaum eine Pflanze eingegangen ist, da bereits im Substrat Nährstoffe enthalten sind, wegen Überdüngung jedoch schon viele Pflanzen ihr Leben lassen mußten. Deshalb sollte man mit dem Dünger tendenziell sparsam umgehen.


PflegeTips

Ein Tip am Rande, der wenig Aufwand macht, aber einen äußerst positiven Einfluß auf den Habitus und die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen hat:
Man sollte es kaum glauben, aber das regelmäßige Einsprühen der Pflanzen mit verdünntem Algensaft (im Handel erhältlich) fördert nicht nur eine sattgrüne Farbe der Blätter, sondern stärkt deren gesamte Widerstandskraft. Alleine die gesunde Farbe der Blätter rechtfertigt schon die Anwendung. Algensaft hat keine unerwünschten Nebenwirkungen und ist für alle Pflanzen geeignet. Auch die Problemkinder Rosen, die sehr empfindlich gegenüber Schädlingen und Rußtau sind, reagieren darauf äußerst positiv.

Die Wirkung ist darauf zurückzuführen, daß Algensaft reich an allen wichtigen Spurenelementen und weiteren der Gesundheit der Pflanzen zuträglichen Stoffen ist. Sie werden direkt über die Blätter aufgenommen. Zwar konnte ich nicht in Erfahrung bringen, um welche Stoffe es sich genau handelt, jedoch kann ich die positive Wirkung absolut bestätigen. Das Einsprühen der Blätter hat zudem den Vorteil, daß selbst bei häufiger Anwendung nicht die Gefahr der Überdüngung des Pflanzsubstrats gegeben ist. Über die Blätter nimmt eine Pflanze nicht mehr auf als ihr gut tut. Zudem mögen sehr viele Pflanzen, wenn Sie ab und an einmal abgeduscht werden - ein positiver Nebeneffekt.

Anwenden sollte man Algensaft alle 3 bis 4 Wochen. Die beste Zeit hierfür ist der Spätnachmittag oder der frühe Abend, damit nicht durch Sonneneinstrahlung die Inhaltsstoffe zersetzt werden. Gespritzt werden sollte auf die Unterseite der Blätter, da auf der Oberseite nur wenige Blattspalte, über die der Algensaft aufgenommen wird, vorhanden sind. Eine regelmäßige Anwendung ist übrigens zwar wünschenswert aber nicht unbedingt erforderlich - meine Pflanzen bekommen Algensaft auch nur relativ unregelmäßig, nämlich dann, wenn ich Zeit habe und auch daran denke.

Anmerkung: Algensaft muß unbedingt unter die Blätter gesprüht werden. Bei Verwendung im Gießwasser konnte ich die beschriebenen positiven Effekte nicht beobachten.
  

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Letztes Update dieser Seite: 27.11.2013 (Untergeordnete Seiten können aktueller sein)